Adenovirus-DNA

Letzte Aktualisierung: 22.07.2014

Verfügbar am Standort:Gelsenkirchen
Indikation:Infektion des ZNS, Konjunktivitis, Respiratorischer Infekt
Methode:RealTime-PCR
Material:
1 ml Liquor

Normwerte aller Standorte

negativ

10 ml BAL

Normwerte aller Standorte

negativ 

Abstrich

Normwerte aller Standorte

negativ 

Stuhl

Normwerte aller Standorte

negativ 

Fremdleistung

EDTA-Blut

Normwerte aller Standorte

Urin

Normwerte aller Standorte

Biopsie

Normwerte aller Standorte

Rachenspülflüssigkeit

Normwerte aller Standorte

Punktat

Normwerte aller Standorte

Beschreibung:

Adenoviren gehören zur Familie der Adenoviridae. Es handelt sich um unbehüllte Doppelstrang-DNA-Viren mit einem Durchmesser von 90–100 nm. Sie bestehen aus einem Proteinkapsid, das gruppen- und typspezifische Antigene enthält. Adenoviren sind sehr umweltresistent und bei Zimmertemperatur u.U. über Wochen infektiös. Adenoviren sind für eine Vielzahl von Krankheitsbildern verantwortlich. In den meisten Fällen handelt es sich um okuläre, respiratorische und gastrointestinale Infektionen (auch Harnwegsinfektionen, Hepatitiden und Meningoenzephalitiden sind möglich).

Typische, durch humanpathogene Adenoviren verursachte Krankheitsbilder:

· Keratoconjunctivitis epidemica (Typen 8, 19, 37)
· Akute respiratorische Erkrankungen (Typen 1–3, 4, 6, 7, 14, 21)
· Pharyngokonjunktivalfieber (Typen 3, 7, 14)
· Follikuläre Konjunktivitis (Typen 3, 4, 7)
· Gastroenteritiden (Typen 40, 41, 31)
· Gastroenteritiden mit mesenterialer Lymphadenopathie (Typen 1, 2, 5, 6)
· Pneumonien (Typen 1–4, 7)
· Pharyngitis, akut, febril (Typen 1–3, 5–7)

Unter den Manifestationen am Auge besitzt die epidemische Keratokonjunktivitis eine erhebliche praktische Bedeutung als nosokomiale Infektion.

Adenoviren rufen Infektionen der Atemwege, Gastroenteritiden, Infektionen der Augen und des ZNS hervor. Vor allem bei Konjunktivitis empfiehlt sich zum Nachweis die PCR, weil die in Frage kommenden Adenovirustypen in der Zellkultur schwierig anzuzüchten sind.