Blasenpunktionsurin

Letzte Aktualisierung: 22.06.2016

Verfügbar an den Standorten:Gelsenkirchen, Siegen, Iserlohn
Präanalytik:

Indikation

  • Komplikationen bei der Gewinnung eines einwandfreien Mittelstrahlurins
  • Unklare Leukozyturie
  • Fragliche Harnwegsinfektion bei Neugeborenen, Säuglingen, Kleinkindern und nicht-kooperationsfähigen Patienten

Probengewinnung

Voraussetzung ist eine gut gefüllte Harnblase. Unter sonographischer Kontrolle kann die Punktion unkompliziert erfolgen. Nach sorgfältiger Desinfektion der Punktionsstelle wird die Harnblase 1-2 Querfingerbreit oberhalb der Symphyse punktiert

Lagerung (wenn notwendig) und Transport

Der gewonnene Urin sollte so rasch wie möglich, d.h. innerhalb von 2 Stunden im Labor verarbeitet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kühlung des Urins während der gesamten Zeit zwischen Entnahme und Verarbeitung sichergestellt ist. Der Transport sollte in einem sterilen Probenröhrchen oder einer Urin-Monovette erfolgen. Ist ein zeitnaher Transport in das Labor nicht möglich kann alternativ ein Urikult beimpft werden.

Routineuntersuchungen:
  • Allgemeine Bakteriologie (aerob)
  • Erregerdifferenzierung
  • Empfindlichkeitstestung
  • Keimzahlbestimmung